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geschichte

Die Geschichte der Steelbands beginnt in Trinidad and Tobago kurz nach dem 2. Weltkrieg um etwa 1945. Lange Zeit war den Trinidadians, d.h. insbesondere der schwarzen Bevölkerung, das Trommeln verboten (ca. seit 1880). Die kleine Schicht von Weissen fühlte sich durch die Trommelsessions der Einheimischen bedroht. Das Feuer des Rhythmus entlud sich in den Tamboo Bamboo Bands, die die afrikani schen Rhythmen auf unterschiedlichen Bambusrohren auf den Boden stampften. Später entwickelte sich eine spezielle Singsprache – der Calypso. Weil damals die Trommeln immer noch verboten waren, schlug man an den Carnivals die Rhythmen u.a. auf Bisquitdosen. Die Schläge verursachten Beulen, und diese Beulen offenbarten Töne. Diese Erkenntnisse wurden umgesetzt, indem Ölfässer entsprechend gehämmert wurden und ihnen Töne entlockt wurden. Ein neues Instrument entstand, das Pan (Pfanne, Casserole)! Das einzige neue Instrument im 20. Jahrhundert.

Das Pan gewann eine wichtige Funktion, als fortan die Kämpfe unter den verschie denen Gangs über das Pan ausgetragen wurden. Die Panyards, die Übungsorte der Bands, wurden zu Quartiertreffpunkten. Es entstanden neue Identitäten. Die Musik wurde Ersatz für die gewalttätigen Auseinandersetzungen der Gangs. Es entwickelte sich der musikalische Wettbewerb, der seit 1963 an der Panorama friedlich ausge tragen wird.

Wie kam diese exotische Musik in die Schweiz? 1976 gastierte eine Steelband aus Trinidad in der Schweiz. Sie löste eine derart grosse Begeisterung aus, dass prak tisch gleichzeitig in Bern, Basel und Zürich Steelbands entstanden. In Bern war es die « Berner Ölgesellschaft » unter der Leitung von Felix Rohner. Sie erlebte ihren Höhepunkt mit ihrem Auftritt zusammen mit dem Trinidad Steel Orchestra Casablanca an der Panorama 1992 in Port of Spain.

1995 kam es zu einer Neuorientierung der Band unter der Leitung von Claudio Pini. Sie brachte das zum Ausdruck, indem sie den traditionsgeladenen Namen durch «Les amis de la casserole» ersetzte.

Im Jahr 2000 trat eine aus Panists verschiedener Steelbands zusammengesetzte Band unter dem Namen « PANCH 2000 » im Wettbewerb unter den besten Steel bands der Welt in Trinidad auf. PANCH 2000 erreichte den himmlischen 6. Rang im Final!

Das war explosiv! Die vom Erfolg begeisterten „Stickfighter“ verliessen unsere Band, um zu neuen Höhepunkten in der von Claudio Pini neu gegründeten «ferrum helveticum» aufzubrechen.

Die verbliebenen «Les amis de la casserole» verschrieben sich einem Musikstil, der geprägt ist durch Tanzmelodien aus verschiedenen Kulturen, aus Calypsos, latein­amerikanischen Melodien, Hits aus der Pop Musik, urschweizerischen Klängen und dem Rock’n Roll.

Unsere Steelband setzte sich heute aus 5 Sopranos, 3 Double Altos, 2 Baritones, 1 Bass, 1 Perkussionisten und 1 Schlagzeuger zusammen.

Dank unserem vielseitigen Repertoire treten wir oft an Apéros, privaten Parties und Hochzeiten auf. Es ist bereits zur Tradition geworden, dass wir die Läuferinnen und Läufer am Grand Prix von Bern und am Jungfraumarathon mit unserer schmissigen Musik anfeuern. Wir treten aber auch zu eigentlichen Konzerten auf, so z.B. im Casino zum Jahresevent des Jodlerclubs Bärner Bär oder zum traditionellen „Steel for friends“. Eine Mutprobe und gleichzeitig ein High Light war für uns der Auftritt am Steelband Festival in Cudrefin.

Einen besonderen Reiz stellt für uns unser Engagement in Musikexperimenten dar. Ein solches war beispielsweise das Projekt „Zämä fägt’s meh“ - eine Band von rund 50 behinderten und nicht behinderten MusikerInnen, die im Rahmen der Euro 08 in Bern auf dem Bundesplatz und in den UBS-Arenen von Aarau und Lausanne auftrat. Neue Abenteuer werden folgen!